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Fortuna Düsseldorf 1895: Bericht

13.09.2014 14:00 Uhr7. Spieltag, Regionalliga West

Mit dem FC Kray traf die Zwote im heimischen Paul-Janes-Stadion auf einen der Aufsteiger dieser Regionalligasaison, der eine Woche zuvor durch einen Sieg im Derby gegen Rot-Weiss Essen für eine kleine Sensation gesorgt hatte. Man konnte also erwarten, dass auch diese Partie gegen eine Mannschaft, die von einigen Experten vielleicht vorschnell als designierter Absteiger gehandelt wurde, kein Spaziergang für die Fortunen werden würde.

Eine Überraschung bot die Mannschaftsaufstellung der Zwoten, denn mit Christian Weber kehrte ein ehemaliger Leitwolf und Kapitän zurück, der sich über neunzig Minuten mit einer starken Leistung in die Mannschaft integrierte, als sei er nie fort gewesen, und viel Stabilität in die Abwehr brachte. Auf Seiten der Essener gab es ein Wiedersehen mit Jörn Zimmermann, der letzte Saison noch bei der Zwoten spielte.

Die Fortunen begannen druckvoll, und nachdem Nazim Sangaré einen weiten Pass von La Monica noch knapp verpasst hatte (4.), traf Lukas Hombach nur eine Minute später mit einem schönen Direktschuss aus rund sechzehn Metern nur den Pfosten. Die Zeichen schienen auf Sturmläufe der Flingeraner zu stehen, aber nach diesem vielversprechenden Auftakt hatten auch die Gäste ihre Formation gefunden. Mit zwei kompakten Abwehrreihen und engen Räumen im Mittelfeld sorgten sie dafür, dass die Fortunen kaum ihr Kombinationsspiel aufziehen konnten. Der Spielverlauf wurde dadurch immer zäher, und auch die Versuche, das Gästebollwerk mit langen Bällen zu überwinden, scheiterten an mangelnder Präzision, denn meistens landeten die Pässe im Seiten- oder Toraus. Plötzlich jedoch (22.) ergab sich für die Zwote wie aus dem Nichts die erste sichere Torchance. Fabio La Monica setzte sich auf der rechten Seite durch, flankte mittig in den Fünfmeterraum auf Julien Rybacki, der aber aus knapp drei Metern volley mit dem Innenrist nur den FCK-Keeper Philipp Kunz traf, während auf den Rängen schon die Torschreie ertönten. Danach verflachte das Geschehen im Minutentakt. Die Zwote war zwar spielbestimmend, verfing sich aber laufend in der Krayer Abwehr, während die Gäste ihre Spielweise diszipliniert beibehielten und nur eine Chance (44.) durch einen Freistoß von Kamil Waldoch hatten, den Robin Heller aber unschädlich machen konnte. Mit einem dem Spielverlauf nach für die Fortunen unbefriedigenden torlosen Remis ging es in die Halbzeitpause.

Kapitän Jens Langeneke konnte verletzungsbedingt nicht mehr zur zweiten Spielhälfte antreten. Für ihn kam Robin Bormuth, die Kapitänsbinde übernahm Robin Urban. Wieder ließ der Auftakt ein aggressiveres Vorgehen der Fortunen erwarten. La Monica hatte innerhalb von drei Minuten (46. und 49.) gleich zwei gute Chancen. Zuerst strich ein Kopfball von ihm knapp über die Latte, und kurz darauf köpfte er einen Flankenball von Karpuz ins Toraus. Noch eine Minute später hatten die Zuschauer das zweite Mal bereits den Torschrei auf den Lippen. Karpuz spielte einen Eckball in den Strafraum, Hombach war aus kurzer Distanz mit dem Kopf zur Stelle, doch der Ball prallte an die Unterkante der Latte auf den Boden und von dort in die Arme von Kunz. Auch dieses Mal blieben diese fünf Minuten über lange Strecken die aufregendsten in einer danach wieder in Zähflüssigkeit und Ereignisarmut versinkenden Partie. Die Ruhrstädter folgten stur ihrer Taktik, die Fortunen reagierten zu statisch, brachten kein Tempo in ihr Spiel und auch keine Präzision in ihre Abspiele. Zumindest stand aber die Abwehr sicher, so dass auch Konterversuche der Gäste keine wirkliche Gefahr brachten. Das erste wieder erwähnenswerte Ereignis auf dem Rasen ließ bis zur 73. Minute auf sich warten, als Hombach nach einer Flanke von Karpuz per Kopf aus kurzer Entfernung nur den FCK-Keeper traf. Da inzwischen alle torgefährlichen Vorlagen von Karpuz nicht in Zählbares verwandelt werden konnte, übernahm der Zwote-Verteidiger selbst das Tore schießen. Wie bereits im Spiel zuvor gegen Rot-Weiß Oberhausen verwandelte er einen Freistoß aus rund zwanzig Metern mit einem Kunstschuss zur hochverdienten und vermeintlich erlösenden Führung. Doch die Freude über vermeintlich doch noch ergatterte drei Punkte währte nur kurz. Zwote-Keeper Heller holte zwei Minuten später den FCK-Stürmer Xhino Kadiu im eigenen Strafraum nicht regelkonform von den Beinen, und hatte anschließend keine Chance gegen Philipp Gödde, der den fälligen Strafstoß souverän verwandelte. Wie man sich unschwer denken kann, waren bei den Flingeranern auf und um den Platz der Ärger und die Enttäuschung wegen zwei verschenkter Punkte groß. (RR)

Authors: Fortuna Düsseldorf

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